Unser Einsatz im Medical Center erstreckte sich erstreckte sich über die Dauer von zweieinhalb Monaten. Durch die vor Ort tätige Krankenpflegerin Ana wurden wir sehr herzlich empfangen und in unsere Aufgaben eingeführt. Die saubere Struktur und Organisation vor Ort haben uns positiv überrascht und auch die Freundlichkeit der Patienten war überwältigend. Wir möchten uns mit diesen Zeilen für die Möglichkeit bedanken, Teil dieses Hilfsprojekts gewesen zu sein, und hoffen, uns auch in Zukunft von zu Hause aus weiter einbringen zu können. Nachfolgend möchten wir unseren Einsatz vor Ort während dieser Zeit kurz beschreiben.

Unsere Krankenschwester Petra bei der Pflege eines Patienten im Medical Center in Peru Unser Volontär Moritz im Medical Center in Perú Dieses Gewächshaus wurde von Moritz zusammen mit den Einwohnern von Marampaqui (Peru) gebaut

Medizinische Aufgaben

Im medizinischen Bereich hatte neben den Behandlungen der Patienten das Erarbeiten eines organisatorischen Konzepts für die Datenerhebung Vorrang. Es wurden einfache Patientenakten eingeführt sowie ein Konzept zur Medikamenteneinnahme für Analphabeten in Form von einfachen Bildern erarbeitet. Dies soll einen Einblick in die Kranken- sowie Behandlungsgeschichte des Patienten ermöglichen und den Behandlungsablauf optimieren. Zudem wurden Odontogramme für den Bereich der Dentalmedizin erstellt. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Schule wurden die primären Daten der Schulkinder erhoben (Grösse, Gewicht, allgemeine Daten) sowie ein Profil des gegenwärtigen Zustandes der Mundhygiene erstellt.

Die vorhandenen Ambulatorien wurden in ihrer Grundstruktur optimiert: Das Anbringen einer Vorhangstange zur Wahrung der Privatsphäre, zwei mobile Behandlungswagen, um einen sauberen Arbeitsplatz zu ermöglichen, Erneuerung des Abflusses und der Beleuchtung des Dentalambulatoriums sowie das Anbringen von Regalen für vermehrten Stauraum. Ferner wurde auf das Verwenden von stichfesten Behältern Wert gelegt, um eine hygienische und vor allem sichere Arbeitsweise zu garantieren.

Die Arbeitsweise unterscheidet sich natürlich von den uns bekannten europäischen Standards, nicht zuletzt durch die unterschiedlichen Materialien. Jedoch ist der Ablauf der Behandlungen und die Einhaltung der hygienischen Massnahmen ausserordentlich gut gestaltet und gefährdet in keinster Weise das Wohl der Patienten. Die täglich stattfindende Gesundheitserziehung durch die vor Ort tätige Krankenschwester ist vorbildlich. Dabei handelt es sich vor allem um grundlegende Hygienekenntnisse wie tägliches Zähneputzen, Intimhygiene, Ernährung und Händewaschen.

Aussermedizinische Arbeiten

Das grösste Projekt, das wir fertigstellen konnten, war das von «Con Corazón» finanzierte gemeinnützige Gewächshaus. Dadurch, dass alles Freiwilligenarbeit ist und mal mehr, mal weniger Arbeitskraft vorhanden war, hat sich die Fertigstellung über die ganzen zweieinhalb Monate erstreckt. Die Arbeiten bestanden dabei aus der Herbeischaffung der notwendigen Steine für die Mauern, das Ausheben eines Fundaments, die Errichtung der Mauer, die Errichtung der Grundstruktur mit Holzpfählen und Eisenstangen sowie die handwerkliche Erzeugung von Erd-Ziegeln und die Fertigstellung des Daches mit Plastikfolie. Das Gewächshaus erstreckt sich über 15x6 Meter und wird in den nächsten Monaten nach und nach mit Kräuterpflanzen und Gemüse bepflanzt. Die Erzeugnisse werden dann natürlich an die Patienten verteilt. Zudem ist geplant, eine kleine Kompostanlage zu bauen, um die Bodenqualität in Zukunft zu verbessern.

Die zweite Herausforderung war die Wiederinstandsetzung der Fischzucht. Diese befindet sich auf dem Gelände der Schule und musste grunderneuert werden. Unter anderem wurden Rohre ausgetauscht, der Wasserzufluss sichergestellt und die Becken gesäubert und neu verputzt. In der nächsten Zeit sollen die ersten Fische eingesetzt werden. Auch nahe des Medical Centers wurde ein kleineres Fischbecken erbaut, das in Zukunft für alle zugänglich sein wird und hoffentlich eine abwechslungsreichere Ernährung garantieren kann.

 

Bereichernde Lebenserfahrung

Die Zeit für uns vor Ort war ein ausserordentlich tolles Erlebnis und eine riesige Lebenserfahrung. Das Arbeiten mit den Menschen und das Helfen direkt vor Ort wird uns noch lange in der Erinnerung bleiben. Beeindruckend ist, wie mit diesem Projekt die Lebensqualität der Menschen verbessert werden kann. Danke, dass wir diese Erfahrung machen durften.

Liebe Grüsse
Petra & Moritz

September 2017

 


 

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Testimonials

«Über all die Jahre durfte der Rotary Club Aarau gemeinsam mit Danièle Turkier und Con Corazón unterschiedliche Projekte realisieren. Eines der gemeinsamen Highlights war sicherlich der Bau des Medical Centers auf über 4'000 M.ü.M. Die Zusammenarbeit gestaltet sich immer sehr nachhaltig, effizent und professionell.»

Martin Bachmann

Martin Bachmann

Rotary Club Aarau

«Von meinem Einsatz für Con Corazón bleibt mir vor allem die Zusammenarbeit mit den Menschen in der abgelegenen Andenregion in Erinnerung, wo die Organisation wertvolle Unterstützung leistet. Der einmalige Einblick in diese Kultur und Lebensweise gehört definitiv zu den schönsten und prägendsten meines Südamerikaaufenthaltes.»

Livia Hollenstein

Livia Hollenstein

Voluntärin

«Die Anden sind meine Geburtsheimat und ich fühle mich mit dieser Region tief verbunden. Die Möglichkeit zu haben, die Menschen dort gezielt zu unterstützen, finde ich grossartig. Zu wissen, das die Spenden vor Ort mit den richtigen Massnahmen bei den Bedürftigen ankommen, dafür danke und vertraue ich Con Corazón.»

Anna Alberti

Anna Alberti

Spenderin & Besucherin

«Con Corazón unterstütze ich, weil mich das Engagement von Danièle Turkier seit Beginn überzeugt hat, indem die Hilfe direkt vor Ort ankommt. Spannend ist für mich auch die stetige Weiterentwicklung des Projekts und der Fokus auf die langfristige Perspektive der Unterstützung. Der Höhepunkt war natürlich der Besuch vor Ort Ende 2019.»

Cordula Sonderegger

Cordula Sonderegger

Spenderin & Besucherin

«Für Con Corazón interessiere ich mich seit Jahren, dadurch war auch ein Besuch in Peru für mich naheliegend. Es war extrem eindrücklich in diese mir bis anhin unbekannte Welt einzutauchen und fotografisch festzuhalten. Als Fotografin erfreue ich mich noch heute an den eindrücklichen Aufnahmen.»

Hana Solenthaler

Hana Solenthaler

Spenderin & Besucherin

«Im August 2019 hatte ich die Gelegenheit, in die Anden nach Südamerika zu reisen. Dort hatte ich einen einmonatigen Freiwilligendienst in einer Zahnklinik in Cusco (Peru) absolviert. Es hat mir wirklich Spass gemacht, armen Menschen zu helfen, indem ich Zahnreinigungen für die Patienten gemacht habe. Was für ein Team!»

Mette Højborg

Mette Højborg

Voluntärin

«Wow, was für eine eindrückliche Landschaft rund um Marampaqui auf über 4’000 M.ü.M., was für ein Ort in den Anden, was für unglaubliche herzliche Menschen! Sogleich gab es noch ein weiteres Wow, da gibt es für mich in den nächsten vier Monaten einiges zu tun! Für mich wurde Marampaqui zu meiner zweiten Heimat.»

Moritz Mitterer

Moritz Mitterer

Voluntär

«‹Das Einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen.› Das Zitat von Mutter Teresa zeigt, auf wie wichtig der Auftrag von Con Corazón ist, um die Armut langfristig zu bekämpfen und um den Menschen eine Perspektive zu geben. Ich bin dankbar, dass ich die Organisation in Peru besuchen konnte.»

Anna Alberti

Anna Alberti

Spenderin & Besucherin

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